Schiffsbrandbekämpfung



Feuer an Bord. Einsatz unter besonderen Umständen.

Ein Schiffsbrand gehört zu den gefährlichsten Vorkommnissen, die sich an Bord ereignen können. Wird das Feuer rechtzeitig entdeckt, kann die Besatzung zwar häufig schon mit ersten Maßnahmen – zum Beispiel der Vornahme eines Feuerlöschschlauches unter Atemschutz – größere Schäden verhindern. Hat sich jedoch das Feuer erst einmal ausgebreitet, geht es nicht ohne professionelle Unterstützung von Land, die entweder mittels Hubschrauber oder per Schiff kommt.

Tritt ein Notfall auf Schiffen in deutschen Nord- oder Ostseegewässern ein, wird das rund um die Uhr besetzte Havariekommando in Cuxhaven aktiv. Von dort werden die Einsätze der nächstgelegenen Feuerwehren verschiedener Küstenstädte und weiterer Hilfsorganisationen organisiert. Auch die Koordination von Schiffen und Hubschraubern für den Transport zum Unglücksort übernimmt diese gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer.

Angriff mit Hindernissen
Die Brandbekämpfung auf See unterscheidet sich erheblich von der an Land. Zunächst müssen die Angriffstrupps zum Brandherd, in der Regel von oben nach unten, in das Schiffsinnere vordringen – entgegen der natürlichen Ausbreitungsrichtung von Wärme und Rauch. Das behindert und verzögert den Angriff erheblich. Enge Niedergänge, Stolperstellen, unübersichtliche, labyrinthähnliche Räumlichkeiten, zahlreiche Luken und Leitern sowie Schiffsbewegungen durch Seegang und die Wärmeleiteigenschaften des Schiffsstahls erschweren den Löschangriff spürbar. Für Schiffsbesatzungen stellt Dräger Helme und Pressluftatmer bereit und speziell ausgerüstete Mannschaften von Land können auf Kreislaufgeräte, die bis zu 4 Stunden Atemluft liefern, vertrauen.

Nach dem Einsatzende zu Wasser müssen Menschen und Material wieder an Land gebracht werden. Und vorbereitet werden auf den nächsten Einsatz: Dräger bietet komplette Werkstattausrüstungen für Gerätewartung und Auffüllen der Atemluftflaschen an. Diese Dienstleistung wird für Reedereien und Schiffsbesitzer auch in den weltweiten Marine-Service-Centern von Dräger direkt angeboten. Und beim Training in einer der Dräger-Übungsanlagen können sich Seeleute und Brandbekämpfer auf den nächsten Einsatz vorbereiten. Denn auch auf See gilt: Kein Einsatz ist wie der andere.