07. Januar 2010

Nicht-invasive Technologien auf dem Vormarsch

Europäische Klinikärzte bestätigen wachsende Bedeutung

Lübeck – Die Bedeutung nicht-invasiver Applikationen wird nach Ansicht europäischer Klinikärzte zukünftig weiter steigen. Wesentliche Vorteile sehen die Mediziner vor allem in den Bereichen Komplikations-verringerung, Patientenwohlbefinden und Kosteneffizienz. Zu diesem Ergebnis kommt das Dräger-Barometer zu nicht-invasiven Anwendungen.

Im Rahmen der in diesem Jahr erstmals durchgeführten Umfrage unter 300 Notfall- und Intensivmedizinern an deutschen, britischen und spanischen Krankenhäusern gaben 87 Prozent der befragten Mediziner an, nicht-invasive Anwendungen in ihrer Klinik zu nutzen. Dabei arbeiten Intensivmediziner (92 Prozent) insgesamt häufiger mit solchen Verfahren als Notfallmediziner (83 Prozent). Drei Viertel der befragten Klinikärzte gehen davon aus, dass die Relevanz nicht-invasiver Applikationen künftig weiter steigt.

Sicher, sanft und sparsam: Vorzüge nicht-invasiver Anwendungen

Die Mehrheit der befragten Ärzte bewertet nicht-invasive Technologien als großen Gewinn für die Medizin und misst vor allem der Verringerung von Komplikationen große Bedeutung bei: So sehen 80 Prozent der Befragten ein niedrigeres Risiko für die Patienten und 67 Prozent von ihnen attestieren ein geringeres Potenzial für Komplikationen. Positiv wird auch das gesteigerte Patientenwohlbefinden bewertet: Für 58 Prozent der befragten Klinikärzte zieht der Gebrauch nicht-invasiver Applikationen zufriedene Patienten nach sich. Darüber hinaus bedeutet ihr Einsatz für knapp die Hälfte aller Befragten ein geringeres Arbeitsaufkommen, niedrigere Kosten und Zeitersparnis.

„Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass europäische Ärzte die Vorzüge nicht-invasiver Lösungen erkannt haben und bereits in hohem Maße nutzen“, sagt Michael Klein, Experte für nicht-invasive Anwendungen bei Dräger. „Wir wissen aber auch aus unseren Gesprächen mit Ärzten und Fachgruppen, dass es noch Vorbehalte gibt.“ Dies bestätigt auch die Studie:
Zwei Drittel der Befragten sehen noch Raum für Verbesserungen in diesem Feld. „Genau dies bestärkt uns darin, als Hersteller künftig weiter intensiv an diesem Thema zu arbeiten.“

Umfrageergebnisse im Ländervergleich

Beim gegenwärtigen Einsatz nicht-invasiver Technologien liegen deutsche Kliniken aktuell hinter Großbritannien. Dort nutzen 97 Prozent der Ärzte nicht-invasive Verfahren, während es in Deutschland 87 Prozent und in Spanien 79 Prozent sind. Entsprechend höher beurteilen die spanischen Mediziner mit 83 Prozent Zustimmung den Bedeutungszuwachs nicht-invasiver Methoden für ihre Arbeit im Vergleich zu deutschen und britischen Ärzten mit 72 beziehungsweise 71 Prozent Zustimmung.

Studienhintergrund

Die Umfrageergebnisse beruhen auf einer telefonischen Befragung, die im Juli und August 2009 von der IMAGIN Prof. Bochmann AG im Auftrag von Dräger durchgeführt wurde. Befragt wurden 300 Ärzte, die in den Bereichen Notfall- und Intensivmedizin in deutschen, britischen und spanischen Krankenhäusern arbeiten. Die Mehrheit der Befragten ist in öffentlichen Krankenhäusern beschäftigt. Drei Viertel der Mediziner sind Entscheidungsträger oder haben als Berater Einfluss auf Kaufentscheidungen der Klinik in Bezug auf medizintechnische Produkte.

Gerne stellen wir Ihnen die detaillierten Umfrageergebnisse zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich hierzu per E-Mail an Malte Blombach (malte.blombach@draeger.com).